Pro Nummer stehen Ihnen 10 Dialpläne zur Verfügung. Das heisst: Sie können zehn verschiedene Verhaltensweisen pro Nummer definieren. Falls sich Dialpläne zeitlich überschneiden, wird jeweils der "vorderste" (von links nach rechts) verwendet.

Beispielsweise erhält Dialplan 1 Vorzug vor Dialplan 3, falls zu einem gewissen Zeitpunkt beide aktiv wären.
Eine Ausnahme bilden hier datumsabhängige Dialpläne: Diese übersteuern Dialpläne, welche an Wochentage gebunden sind, selbst wenn letztere "weiter vorne" definiert wurden.

Pro Zeile (in der Folge auch Schritt genannt) des Dialplans wird jeweils definiert, wie lange die Aktionen auf der entsprechenden Zeile ausgeführt werden sollen, bevor die nächste Zeile abgearbeitet wird. Werden auf derselben Zeile mehrere Teilnehmer definiert, so klingelt es bei diesen gleichzeitig. Dasjenige Gerät, welches als erstes abgehoben wird, erhält den Anruf. Die weiteren Geräte hören automatisch auf zu klingeln. Sind alle Teilnehmer einer Zeile besetzt, so springt der Dialplan automatisch zur nächsten Zeile, ohne die angegebene Zeitspanne abzuwarten. Hierdurch wird vermieden, dass der Anrufer unnötig lange auf die Beantwortung seines Anrufes warten muss.

Beispiel

Dialplan1

Hier klingelt der Anruf zuerst für 10 Sekunden bei Benutzer 1 und Benutzer 2. Falls beide besetzt sind oder den Anruf nicht beantworten, klingelt es für 20 Sekunden bei Benutzer 3 und Benutzer 4.

Ansagen/Wartemusik (eingehend):

  • Vor Dialplan: Falls Sie dem Anrufer vor der Abarbeitung des Dialplans eine Ansage abspielen möchten, können Sie dies hier definieren.
  • Nach Dialplan: Falls Sie dem Anrufer nach Abarbeitung des Dialplans eine Ansage abspielen möchten, können Sie dies hier definieren (z.B.: "Beispielfirma, guten Tag. Leider können wir im Moment Ihren Anruf nicht persönlich entgegennehmen...").
  • Wartemusik: Legen Sie hier fest, welche Wartemusik verwendet werden soll, falls ein Anrufer in die Haltung gesetzt wird. Dies ermöglicht es Ihnen, auf verschiedenen Nummern verschiedene Wartemusiken zu definieren.
  • Wartemusik beim Klingeln: Definieren Sie hier, ob der Anrufer Wartemusik anstelle des üblichen Klingeltones hören soll, während die Endgeräte klingeln.
  • Wartemusik (abgehend): Die hier definierte Musik wird dann verwendet, wenn jemand mit dieser Nummer abgehend telefoniert und die Gegenseite in die Haltung setzt

AnsageWartemusik

Mailbox (nach Dialplan):

Weitere Informationen zur Mailbox entnehmen Sie bitte dem separaten Kapitel.

  • Email-Adresse: Legen Sie hier fest, an welche Mail-Adresse eine durch den Anrufer hinterlegte Nachricht gesendet werden soll
  • Mailbox nach Dialplan aktivieren: Falls dem Anrufer die Möglichkeit geboten werden soll, eine Nachricht zu hinterlegen, falls der Anruf im Dialplan nicht beantwortet wurde, aktivieren Sie diese Funktion. Falls Sie eine eigene Ansage verwenden möchten, konfigurieren Sie diese bitte unter Ansage/Wartemusik, Nach Dialplan. Ansonsten wird eine Standardansage verwendet
  • Modus (ab KVM301): Hier können Sie festlegen, wann die Mailbox aktiviert werden soll. Wählen Sie hier aus der Liste den entsprechenden Modus aus.
  • Nachrichten auf der PBX speichern: Falls die Nachrichten per Telefon abgerufen werden sollen, müssen die Nachrichten lokal gespeichert werden.

MailBoxDialplan

Weitere Funktionen:

Dialpläne übersteuern:

Falls Sie vorübergehend sämtliche Anrufe auf eine Nummer umleiten möchten, ohne die Dialpläne verändern zu müssen, können Sie die Umleitung hier eintragen. Diese Einstellung übersteuert sämtliche Dialpläne der entsprechenden Nummer!

Dialpläne

  • Direkte Umleitung: Sämtliche Anrufe dieser Rufnummer auf eine bestimmte Nummer umleiten.
  • Pin Umleitungen: Falls Follow me genutzt werden soll muss hier ein PIN eingetragen werden.
  • Anrufbeantworter: Die entsprechende Ansage auswählen und Angabe der Mail-Adresse, auf welche die Nachrichten gesendet werden.
  • Abwesenheitsmeldung: Wie Anrufbeantworter, jedoch nur Ansage, ohne die Möglichkeit eine Nachricht zu hinterlassen.
  • PIN Umleitungen: siehe Follow me

Anrufe mitschneiden

Aktivieren Sie dies nur, wenn Sie möchten, dass alle eingehenden Anrufe auf dieser Nummer automatisch aufgezeichnet werden.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie eingehende Anrufe aufzeichnen wollen, unterliegen Sie den derzeit gelteneden REchtlichen Vorgaben. Informieren Sie sich über diese beim EDÖB

Spezielle Teilnehmer in Dialplänen

  • Ans./Wartem.: Mit dieser Funktion können Sie an beliebiger Stelle im Dialplan eine Ansage hinterlegen. Sie können in einem Schritt wahlweise nur die Ansage abspielen lassen oder aber parallel dazu Telefone angeben, welche klingeln sollen. In diesem Fall hört der Anrufer während des Klingelns anstelle des normalen Freitones die ausgewählte Ansage oder Wartemusik. Falls kein Teilnehmer eingetragen sind wird die Ansage in voller Länge abgespielt, ungeachtet der eintragenden Dauer.
  • ALLUSERS: Wählen Sie diese Option, falls alle angeschlossenen Telefone klingeln sollen. (Um einzelne Telefone explizit aus der Gruppe ALLUSERS auszuschliessen, müssen Sie beim entsprechenden Telefon unter Benutzer/Telefone die Option "Dieser Benutzer ist kein Mitglied der Dialplan-Gruppe ALLUSERS" aktivieren).
  • DIENSTHABENDE: Klingelt bei all denjenigen Personen, welche im CTI den Online-Status Telefondienst eingestellt haben. Auf diese Weise kann eine Firma die Zuständigkeit für die Hauptnummer (und/oder weitere Nummern) täglich ändern, ohne dass hierfür die Zentrale umkonfiguriert werden muss.
  • Externe Nummern.: Hiermit wird die angegebene Nummer für die gewählte Dauer gerufen.
  • Gruppe:Gruppenname: Hier geht der Ruf an eine Gruppe, welche zuvor unter Gruppen definiert wurde. Es klingelt nur bei den eingeloggten Teilnehmer.
  • IVR: Hierbei handelt es sich um Sprachdialogsysteme („für Support drücken Sie 1, ...“). Details zur Konfiguration eines Sprachdialogsystems entnehmen Sie bitte dem Kapitel IVR.
  • LINK: NUMMER: Diese Funktion bewirkt, dass zum Dialplan der gewählten NUMMER gesprungen wird. Die Anlage verhält sich hierbei so, als wäre NUMMER anstelle der ursprünglichen Nummer gewählt worden. Der Einstieg erfolgt in der ersten Zeile des zum entsprechenden Zeitpunkt aktiven Dialplans von NUMMER. Diese Funktion ist zum Beispiel dann nützlich, wenn alle Direktnummern nach einer gewissen Anzahl Klingeln auf die Hauptnummer umgeleitet werden sollen.
  • Pause:1..9: Diese Funktion dient vor allem zur Anpassung der angeschlossenen Hardware, welche z.B. zu träge reagiert. Es wird eine Pause gemäss der Ziffer in Sekunden eingelegt, bevor der nächste Schritt im Dialplan ausgeführt wird, unabhängig vom Eintrag unter Dauer.
  • PUSH: Um die Push-Benachrichtigung des entsprechenden Benutzer zu aktivieren.
  • Wartem.: Mit dieser Funktion können Sie an beliebiger Stelle im Dialplan eine Wartemusik hinterlegen. Im Gegensatz zu Ans./Wartem. wird diese nur abgespielt falls Teilnehmer eingetragen sind angemeldet sind.

Bitte beachten Sie

LINK, IVR, Ansage & Mailbox

Sowohl bei einem LINK, als auch bei einem IVR wird der ursprüngliche Dialplan verlassen (Dauer hat keinen Einfluss). Nach dem Ausführen des LINKs oder des IVRs kehrt das System nicht in den ursprünglichen Dialplan zurück. Dies bedeutet, dass Funktionen wie Ansage nach Dialplan oder Mailbox nach Dialplan des ursprünglichen Dialplans nicht ausgeführt werden. Hingegen werden bei einem LINK die genannten Funktionen aus demjenigen Dialplan verwendet, in welchen per LINK gewechselt wurde. Weiter zu beachten ist, dass ein Anruf nach der Ausführung eines IVRs als beantwortet gilt. Dies bedeutet, dass Dialplanschritte mit den Modi 2-5 in Dialplänen, in welche per IVR gewechselt wurde, nicht ausgeführt werden.